Verein Bergpark Gosen e.V.  seit 2017

News zur Geschichte 

Bunkeranlagen am Bergpark

Ausweichführungstelle der Hauptverwaltung Aufklärung bei Gosen

Auf dem ehemaligen Gelände der Schule der HVA bei Gosen befand sich deren verbunkerte Ausweichführungstelle. Errichtet wurde ein Schutzbauwerk der MfS Serie 1/15 V2x, in diesem Falle ein 1/15 V2c. Fertigstellung war erst 1984, somit gehört er zu den moderneren 1/15 V2x im Land Brandenburg.

Die Zugänge zum Schutzbauwerk liegen in einer gemeinsamen Tarnbaracke, untypisch sind die Zugänge selbst, statt den üblichen, beiseite schiebbaren und waagerechten Metallabdeckungen sind hier 2 normale mit einer Drucktür versehene Zugänge zum Zugangstunnel vorhanden. Weitere kleine Besonderheiten des V2c sind die nochmals geteilten Hauptschleusen, der 2. Abschnitt diente als Tambour. Der Lageraum hat nur einen Zugang statt der üblichen 2.

Weiter befanden sich auf dem Gelände noch 2 Bunker des Typs FB-75 als Munitionslager bzw als Unterbringung für die mobile Technik. Ausserdem diente noch ein kleiner FB-3 Verbund als Sendebunker. Auch das Gebäude des Wartungspersonals für das Schutzbauwerk hatte einen kleinen verbunkerten Keller, dieser ist leider heute unzugänglich.

Das gesamte Objekt befindet sich heute in Privatbesitz, der Bunker ist versiegelt. Allerdings muss gesagt werden, dass das Schutzbauwerk mittlerweile ordentlich beräumt wurde, die NEA's wurden ausgebaut, auch andere Technik wie die meisten RDU's sind verschwunden. Der Zustand des Bunkers kann mit dem Schutzbauwerk der BV Potsdam verglichen werden, relativ sauber, aber eben leer. Er gehört damit allerdings zu den 3 am besten erhaltenen Typenbauten 1/15 V2x in Brandenburg, neben den Schutzbauwerken der BV Potsdam und BV Frankfurt/Oder. 
Der Nachrichtenbunker ist nur noch über einen Müllschacht zu "bekriechen", die FB-75 sind vermietet und verschlossen.

Quelle: www.untergrund-brandenburg.de

http://www.untergrund-brandenburg.de/Sub_Sites/MfS-MdI/AFueSt_der_HVA_Gosen/AFueSt_der_HVA_Gosen.php

Die Luftwurzekiefer am Bergpark

Diese Kiefer hat einen Cache verdient, denn sie scheint Luftwurzeln zu besitzen.

Diese Kiefer hat einen sehr ungewöhnlichen Wuchs. Ihr Wurzelwerk ist zu Teilen zu sehen und ähnelt daher Luftwurzeln.
Wie auf dem Foto zu sehen ist, lag der Boden erheblich höher und ist mit den Jahren immer weiter "abgesunken".
Die Gosener Berge sind ähnlich den Müggelbergen. Sie entstanden in der letzten Eiszeit und bestehen hauptsächlich aus Schmelzwassersand.
Da diese "Berge" eigentlich riesige Kies- und Sandhaufen sind, verhalten sie sich ähnlich einer Wanderdüne, nur langsamer.

Hier ist die natürliche Bodenerosion zu beobachten und wie sich die Organismen daran anpassen. Durch die Bewegung des Hanges wurde der Boden unter der Kiefer abgetragen und hat das Wurzelwerk freigelegt.
Dies ist auch an Küsten zu beobachten. Es entsteht ein freistehendes Wurzelgeflecht, das stark an Mangroven erinnert. Dabei ist die Kiefer eigentlich ein Pfahlwurzler...


Was diesen Baum noch interessant macht? Er gehörte zum Postenweg eines in den Gosener Bergen versteckt liegenden ca.1000 m² großen Bunker.
Dieser Bunker war die Ausweichführungsstelle der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des MfS und gehörte zum Typ V2c.
Fast die gesamten Gosener Berge gehörten zur Schule der HVA und waren eigentlich nicht zu betreten.
Näheres über die HVA kann in der Wikipedia und über den Bunker bei Untergrund Brandenburg in Erfahrung gebracht werden.
Wir wollen nochmal darauf hinweisen, dass der Bunker verschlossen ist und sich in Privatbesitz befindet.
Nur zur Orientierung haben wir die ungefähren Koordinaten der Tarnbaracke angegeben.

Das Betreten des Bunkers ist verboten!

Es sind zwei Postenunterstände in der Nähe. Es gibt derer noch mehr hier in der Gegend, aber manche von ihnen befinden sich auf privatem Grund und Boden. 
Diese Kiefer sollte ein Naturdenkmal werden, hat aber diesen Status nie wirklich erreicht.
Ein Naturdenkmal wird immer mit dem Dreieck mit Adler gekennzeichnet.
Man wollte hier einen Ort für Ökotourismus schaffen, bediente sich der Einzigartigkeit der Natur und stellte einfach Schilder auf. Laut unseres Wissens wurden diese aufgestellt als die Humboldt-Universität hier der Besitzer der Stasihinterlassenschaften war. Die Treppenstufen im Süden der Kiefer sind aber noch aus DDR-Zeiten und Teil des genannten Postenweges.

Quelle: www.geocaching.com

https://www.geocaching.com/geocache/GC2J8G7_luftwurzelkiefer-2-0?guid=8afac464-60f1-40c5-b4e4-54538dc1e5dd

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